Regionales Entwicklungskonzept

In der REK Weserbergland plus arbeiten seit 2006 die vier Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg/Weser und Schaumburg in verschiedenen Arbeitsbereichen eng zusammen. Durch diese Kooperation in einer größeren Region erschließen sich wichtige zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und Projekte, die mit der Förderung durch Land, Bund und EU gemeinsam realisiert werden können.

Einige Projekte der letzten Jahre waren besonders erfolgreich und werden aktuell fortgeführt:

  • "Umbau statt Zuwachs²"
    Im Fokus steht die regional abgestimmte Siedlungsentwicklung. Hier wurden bereits in einem Vorläuferprojekt Entwicklungsperspektiven und Planungsinstrumente erarbeitet. Diese Projektinhalte werden im Anschlussprojekt Umbau statt Zuwachs² weitergeführt und ausgebaut.
  • "proInvest" - die Förderrichtlinie für kleine und mittlere Unternehmen
    Die gemeinsam von allen Landkreisen geschaffene Förderrichtlinie unterstützt die regionalen Unternehmen bei Investitionen und innovativen Beratungen.
  • Wissens- und Technologietransferberatung
    Das Angebot des REK Weserbergland plus fördert die Innovationstätigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen kleinen und mittleren Unternehmen. Gemeinsam mit einem externen Dienstleister werden Unternehmen aktiv angesprochen und über aktuelle Fördermöglichkeiten und dem Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beraten.

Weitere erfolgreich abgeschlossene Projekte:

  • Modellprojekt Planungskooperation
  • Energieregion

Leider konnten selbstkritisch betrachtet nicht alle Projekte in der REK in der Vergangenheit mit dem gewünschten Erfolg bearbeitet werden. Die Gründe waren sehr unterschiedlich und wurden von der REK Weserbergland plus sehr sorgfältig aufgearbeitet, um für die Zukunft zu lernen. Die Details sind in der Fortschreibung der Entwicklungskooperation 2015-2020 erläutert.

Die zentralen Eckpunkte für die Förderung der Regionalentwicklung sind bis 2020 festgelegt. Auch sind die Handlungsstrategien und die Schwerpunktsetzungen auf der Ebene des Leine-Weser-Raumes erfolgt, wie durch die sog. LEADER- / ILE-Konzepte auf teilräumlicher Ebene.

Die Mittelausstattung gegenüber der vorherigen Förderperiode ist teilweise drastisch reduziert worden. Dieses betraf besonders die Förderprogramme EFRE und ESF in den stärker entwickelten Regionen Niedersachsens, was Auswirkungen auf bewährte Förderinstrumente hatte. Regionalen Wachstumsprojekte entfielen und auch die regionalisierten Teilbudgets, aus denen die proInvest-Förderung teilfinanziert wurde.

Außerdem forderte die EU auf Landesebene eine „Strategie zur intelligenten Spezialisierung“ ein. Die in Niedersachsen definierten Handlungsfelder sind allerdings ist in der Region im Landesvergleich weniger gut vertreten. Hierbei wird einmal mehr deutlich, dass bei Einschränkungen regionale Handlungsspielräume in der REK notwendig sind. Mit diesen veränderten Rahmenbedingungen ist eine stärkere Fokussierung und Neuausrichtung der regionalen Entwicklungsstrategie notwendig. Langjährig bewährte Projekte und Aktivitäten werden daher von der REK fortgesetzt und den Schwächen soll entgegengewirkt werden.

Das Ziel und das Profil der Region als langfristig attraktiver Wirtschaftsraum mit hoher Lebens- und Umweltqualität soll gestärkt und ausgebaut werden. Einhellig bestätigt wird von der REK das Leitbild einer Zukunfts- und Mittelstandsregion. Die bewährten Instrumente zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU’s und Ansätze zur Förderung der regionalen Attraktivität werden daher zukünftig fortgesetzt. Die Notwendigkeit zur Neuerung in der REK Weserbergland plus resultiert aus den genannten Zielen. Soll die KMU-Förderung fortgesetzt werden, so erfordert das angesichts des teilweisen Wegfalls der EU- / Landesförderung die Auflage eines eigenständigen Förderprogramms der Landkreise der REK.