Regionales Entwicklungskonzept Fortschreibung 2015 – 2020

Wo stehen wir

Fünfzehn Jahre nach dem Beginn unserer Zusammenarbeit in der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus – damals noch mit den drei Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden – und fast zehn Jahre nach dem Beitritt des Landkreises Nienburg / Weser legen wir hiermit die zweite Fortschreibung unseres Regionalen Entwicklungskonzeptes vor.
Es enthält nicht nur die Fortschreibung bereits erfolgreich durchgeführter Aktivitäten und Projekte, sondern auch einen selbstkritischen Rückblick auf das Geleistete. Vor allem aber umfasst die Fortschreibung eine Reihe konkreter Vorhaben, die uns in den kommenden Jahren weitere wichtige Schritte in der gemeinsamen Entwicklung ermöglichen werden.

 

Vielfache Veränderungen

Erhebliche Veränderungen auf regionaler und insbesondere auf überregionaler und europäischer Ebene waren seit 2013 zu verzeichnen und haben die aktuelle Fortschreibung verzögert. Deren Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen für unsere Zusammenarbeit sind erst jetzt wirklich erkennbar und lassen damit eine verlässliche Planung für die kommenden Jahre zu. Zu diesen Veränderungen gehörten auf regionaler Ebene die  niedersächsischen Wahlen in 2011 und 2013, verbunden mit einem Wechsel in der Leitung aller vier Landkreise und nicht ohne Einfluss auf die Strukturen in den Kreisverwaltungen. Es bestätigt die bisherige Kontinuität, wenn der Wechsel in den Landkreisen durchweg altersbedingt erfolgte – mit einer tragischen Ausnahme.

Auch auf Landesebene gab es gravierende Veränderungen. Die Landtagswahlen 2013 führten zu einem Regierungs- und Politikwechsel, der sich für uns deutlich bemerkbar macht. Anspruch, Inhalte und Konsequenzen der regionalisierten Strukturpolitik, wie sie die neue Landesregierung definiert hat, wurden in 2014 erkennbar und ermöglichen uns jetzt einen zielgerichteten Umgang damit – auch wenn manche Details heute noch offen sind.
Auch auf europäischer Ebene gab es erhebliche Veränderungen, von denen uns vor Ort die Neuausrichtung der europäischen Strukturfonds und der Politik für die ländlichen Räume in besonderer Weise betrifft. Die nationale Umsetzung der entsprechenden Verordnungen erfolgte wesentlich in 2014 und wird für uns jetzt konkret greifbar.

Bleibende Verantwortung

Bei allem Wandel bleibt unsere Aufgabe im Grundsatz gleich: Wir alle tragen die Verantwortung für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung unserer Region, damit sie für die hier lebenden Menschen und unsere Gäste lebens- und liebenswert bleibt. Die Verantwortung liegt bei jedem Einzelnen von uns – vor Ort, in den Städten und Gemeinden, in den Landkreisen. Sie geht aber auch darüber hinaus. Durch unsere Kooperation erschließen wir uns wichtige weitere Handlungsmöglichkeiten, die wir mit der Unterstützung durch Land, Bund und EU zur Entfaltung bringen wollen.

Nur gemeinsam werden wir die bestehenden und sich abzeichnenden Herausforderungen bewältigen. Es wird Zeit brauchen und es wird Enttäuschungen geben – aber das sollte es uns Wert sein. Helfen auch Sie mit!

Für die Region Weserbergland plus

Tjark Bartels        Jörg Farr         Detlev Kohlmeier          Angela Schürzeberg