Entwicklungsprojekt "Umbau statt Zuwachs"

Entwicklungsprojekt „Umbau statt Zuwachs"

Der durch das Modellprojekt „Umbau statt Zuwachs" erfolgreich begonnene Prozess der interkommunalen Zusammenarbeit und das Thema Innentwicklung finden in einer offiziellen Arbeitsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus ihre nahtlose Fortsetzung.

Die Arbeitsgruppe „Entwicklungsprojekt Umbau statt Zuwachs“ möchte die Akteure in der Region bei der Umsetzung bestehender Handlungsansätze unterstützen und weitere Entwicklungsansätze für die Region aufzeigen. Die Arbeitsgruppe besteht aus verschiedenen Gemeinde-, Landkreis- sowie Landesvertretern, - derzeit 15 Personen. Ein wichtiger Ansatz ist bspw. das Baulücken- und Leerstandskataster, das im Rahmen von „Umbau statt Zuwachs“ entwickelt und von der LGLN angeboten wird. Die Arbeitsgruppe ist offen für alle unter diesen Personenkreis fallenden Interessierten aus dem Gebiet der regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus, die sich zu Themen aus „Umbau statt Zuwachs“ und der Innenentwicklung im Speziellen austauschen möchten.

Foto: Blick auf Dölme/ Landkreis Holzminden, Jessica Switala

 

Definition des Begriffes Innenentwicklung:
Innenentwicklung ist eine neue Planungsstrategie mit dem Ziel die Ortskerne zu stärken zur Erhaltung der Lebensqualität in den kleinen Städten und Gemeinden.Die Neuausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen auf der „grünen Wiese“ steht dieser Entwicklung entgegen. So sollen vor jeder Neuinanspruchnahme von Freiflächen zunächst die Entwicklungspotentiale in der bestehenden Siedlungsfläche ermittelt werden. Innenentwicklung erhält Vorrang vor der Außenentwicklung. Wesentliche Aspekte sind der Umbau bestehender und die Neunutzung leer stehender Gebäude, die Nutzung von Brachflächen und die Mobilisierung vonBauland, z.B. Baulücken. (vgl. Akademie für Raumforschung und Landesplanung 2005: Handwörterbuch der Raumordnung, Seite 311)

 

Ziele des Entwicklungsprojekts „Umbau statt Zuwachs“

Ausgehend von den Erkenntnissen und Ergebnissen des Modellprojektes „Umbau statt Zuwachs“ soll u.a. an folgenden Bausteinen für eine aktive und erfolgreiche Innenentwicklung gearbeitet werden:

1. Anstoß und Begleitung bzw. Unterstützung bei der Fortsetzung des innerhalb des Modellprojektes begonnenen Prozesses der interkommunalen Zusammenarbeit zum Thema Siedlungsentwicklung und Einbindung der Kommunen, die am Modellprojekt Umbau statt Zuwachs nicht teilgenommen haben

1.1 Unterstützung und Begleitung von regionalen und kommunalen Umsetzungsstrategien für eine erfolgreiche Innenentwicklung

1.2 Information der Gemeinden über gute Beispiele und ggf. Vermittlung von Ansprechpartnern

2. Unterstützung der Gemeinden durch Vernetzung der lokalen und regionalen Ansprechpartner

3. Unterstützung der Gemeinden bei der Anwendung des Baulücken- und Leerstandskatasters

3.1 Organisation eines Erfahrungsaustausches

3.2 Gemeinsame Weiterentwicklung des Baulücken- und Leerstandskatasters orientiert an den kommunalen Bedürfnissen

4. Mobilisierung von Baulücken und Leerständen

4.1 Entwicklung von gemeinsamen Ansätzen für eine Mobilisierung von Baulücken und Leerständen zur Vermeidung einer weiteren Außenbereichsentwicklung

4.2 Unterstützung der Gemeinden bei der Suche nach geeigneten Vermarktungsmöglichkeiten von Baulücken und Leerständen

5. Konzept „Neuer Flächennutzungsplan“

5.1 Weitere Konkretisierung des Konzeptes zum „Neuen Flächennutzungsplan“; Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden

5.2 Organisation eines Erfahrungsaustausches

6. Kommunikation mit den zuständigen Landesministerien und –behörden, den kommunalen Spitzenverbänden und dem Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser z.B. zu Förderungsmöglichkeiten für Maßnahmen der Innenentwicklung

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Ansprechpartner:
Vorsitzender Entwicklungsprojekt „Umbau statt Zuwachs“
Walter Eisner
Samtgemeindebürgermeister der Gemeinde Liebenau
Rathaus Liebenau
Ortstraße 28
31618 Liebenau

Telefon: 0 50 23 - 29-21
Fax: 0 50 23 - 17 22
E-Mail: we@liebenau.com


Geschäftsstelle Entwicklungsprojekts „Umbau statt Zuwachs“
Bereich 2.81 Kreisentwicklung/ Wirtschaftsförderung
c/o Landkreis Holzminden
Sarah Schreiber - Innenentwicklerin
Bürgermeister-Schrader-Straße 24
37603 Holzminden

Telefon: 05531 - 707-280
Fax: 05531 - 707-6-280
Email: innenentwicklung@landkreis-holzminden.de


Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

Herr Wolfgang Anders (SG Eschershausen-Stadtoldendorf, SG-Bürgermeister)
Herr Gerd Hegemann (Stadt Stadthagen, Stadtplanung)
Herr Jörg Heine (LK Hameln-Pyrmont, Regionalplanung)
Frau Christina Hein (LK Schaumburg, Regionalplanung)
Frau Annika Gonschorek (Stadt Bad Münder, Stadtplanung)
Herr Friedrich Mönkemeyer (SG Eschershausen-Stadtoldendorf, Ratsherr)
Frau Eva-Maria Rexing (Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser)
Herr Detlev Ruff (LK Schaumburg, Regionalentwicklung)
Frau Linda Kristin Ruppel (Stadt Rinteln, Demografiebeauftragte)
Frau Angelika Sack (LK Nienburg, Bauamt)
Herr Thomas Steffe (SG Bodenwerder-Polle, Bauamt)
Frau Jessica Switala (LK Holzminden, Regionalplanung)
Frau Jenny Vorberger (LK Hameln-Pyrmont, Regionalplanung)