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Tag der offenen Tür zum Thema Frau - Familie - Fachkraft

14.04.2011
Aktive Beteiligung an Diskussionsrunde der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland
(Weserbergland) Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland öffnete in diesen Tagen ihre Türen für Interessierte im HefeHof in Hameln. Das jüngste Projekt der Weserbergland Aktiengesellschaft stößt bereits auf rege Beachtung bei vielen Frauen, die sich in unterschiedlichsten Lebensphasen befinden und nach einer beruflichen Neuorientierung suchen.

Nach kurzer Vorstellung der Aufgaben der Koordinierungsstelle folgte eine interaktive Diskussionsrunde mit insgesamt 20 Teilnehmern unter dem Thema „Frau – Familie – Fachkraft“. Die Projektleiterinnen Kirstin von Blomberg und Lena Specht moderierten die Runde aus UnternehmerInnen, VertreterInnen der Agentur für Arbeit, der Personalentwicklung, der Bildungsträger und der Gleichstellung. Gemeinsam diskutierten sie mit den Besucherinnen darüber, wie der Einstieg nach einer familienbedingten Berufsunterbrechung für Frauen besser gelingen kann.
Ein Großteil der Gäste berichtete, dass insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Wiedereinstieg am Arbeitsmarkt stark behindere. So sei der Wunsch nach Teilzeit ein großes Hindernis, um wieder in das Arbeitsleben zurück zu finden. Alfred Schlüter, Stadthagen als Vertreter der Personalentwicklung unterstrich in diesem Kontext: „Oftmals ist der Begriff „Teilzeit“ negativ belastet und stellt eine große Barriere am Arbeitsmarkt dar. Dass Teilzeit aber nicht nur der Wunsch nach einer Arbeitszeit von 20 Wochenstunden, sondern auch nach einer Arbeitszeit bis zu 30 Stunden die Woche bedeuten kann, müsse erst noch ins allgemeine Bewusstsein und insbesondere in das der Unternehmen gerufen werden“. Petra Sasse als Unternehmerin geht mit gutem Beispiel voran. Als Arbeitgeberin beschäftigt sie sechs Frauen in Teilzeit, dennoch betont sie: „Als Arbeitnehmerin müsse man sich auch auf flexible Arbeitszeiten einstellen. Teilzeit impliziert nicht nur eine Arbeitszeit von 8.00 bis 12.00 Uhr, sondern schließt eine Beschäftigung am Nachmittag oder Abend nicht aus.“ Inwiefern Weiterqualifizierung die Chancen für einen Wiedereinstieg erhöht und gefördert wird, stand ebenfalls im Blickfeld der Diskussionsrunde. „Förderungen zur Weiterqualifizierung sind möglich. Jedoch sind Maßnahmen zur Weiterbildung branchenabhängig und werden im Einzelfall entschieden“, berichtete Helga Kappmeyer, Beauftragte für Chancengleichheit in der Agentur für Arbeit in Hameln. „Wichtig ist vor allem, dass Berufsrückkehrerinnen sich vor einem Wiedereinstieg konkret mit ihren Wünschen und Zielen auseinandersetzen, um den richtigen und für sie individuell passenden Weg einzuschlagen“, verdeutlichte Personal Coach Claudia Strauss, Bückeburg. Für eine gelungene Berufsrückkehr sind nicht nur Motivation und eine gute Qualifizierung ausschlaggebend. „Häufig sind Frauen unsicher, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht berufstätig waren“, betonte Undine Rosenwald-Metz, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schaumburg. „Es ist daher von großer Wichtigkeit, dass sich Frauen sowohl mit ihren Stärken als auch Schwächen bewusst auseinandersetzen“, so Rosenwald-Metz. Die Informationen und Tipps für einen erfolgreichen Wiedereinstieg stießen bei den Besucherinnen auf großes Interesse. Viele freuten sich über die große Bandbreite der beteiligten Akteure, da die vielfältigen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und in der Runde beantwortet werden konnten.
Die Koordinierungsstelle bietet interessierten Frauen Beratungen “Rund um den Wiedereinstieg“ in der Geschäftsstelle im HefeHof in Hameln montags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr oder in Wohnortnähe in den drei Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden an. Termine können telefonisch unter (05151) 585 1008 oder per E-Mail unter m.ahrens@weserberglandag.de vereinbart werden.

Projektinformation:
Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland
Seit Mitte Januar 2011 gibt es die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland. Diese ist als Stabsstelle der Weserbergland AG eingerichtet und hat ihre Geschäftsstelle ebenfalls im HefeHof 8 in Hameln.
Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft versteht sich als Bindeglied zwischen den im Gebiet der drei Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg angesiedelten Wirtschaftsbetriebe, Akteuren des Arbeitsmarktes, Weiterbildungsträgern, den Trägern der familienbedingten Infrastruktur und den im Einzugsgebiet lebenden Frauen. Das Leitziel ist, einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung zu leisten. Davon abgeleitet werden arbeitsmarktorientierte Ziele wie die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, insbesondere des Anteils der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und wirtschaftsorientierte Ziele wie die Ausschöpfung und Bindung des Fachkräftepotentials von Frauen.
Die Aufgaben der Koordinierungsstelle sind die Beratung und Weiterbildung von Frauen insbesondere vor, während und nach einer Familienphase, der Aufbau eines Unternehmensverbundes zur Unterstützung der Wirtschaft bei der Einführung familienfreundlicher Strukturen in der Personalpolitik, die Dokumentation und Verbreitung von Erfahrungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit.
Das Projekt wird über die Niedersachsen Bank – NBank aus europäischen Fördermitteln (EFRE), aus Mitteln des Landes Niedersachsen und der drei Landkreise sowie aus Unternehmensbeiträgen finanziert.

Bild 01: Ergiebige Diskussionsrunde beim Tag der offenen Tür der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland

Pressekontakt
Heike Langer
Weserbergland AG
Fon 05151 - 585 1003
h.langer@weserberglandag.de
www.weserberglandag.de

Quelle Pressemitteilung der Weserbergland AG 15-2011